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Freitag, 18. November 2016

अलविदा alavida - auf Wiedersehen

Am Dienstag fuhren wir mit dem Bus von Pushkar zum Bahnhof in Ajmer. Hier haben wir "nur"eine Stunde am Bankautomaten gewartet - mit Erfolg! 2.500 Rs. / ca. 35 Euro mehr - also gesamt 4.000 Rs/ 56 Euro in der Tasche. Nach weiteren 4 Stunden Wartezeit ging es um 17.40 Uhr mit dem Nachtzug ins 1.078 km entfernte Jalgaon, das wir am nächsten Tag um 14 Uhr erreichten.
Die Suche nach einem funktionierenden Geldautomaten verlief auch hier frustrierend, entweder ewig lange Schlangen davor oder ganz verschlossenen Türen.
Das Problem: Die 500er und 1.000er Banknoten sind seit 9. November ungültig, die neuen 2.000er Scheine zu groß für die Automaten.






Von Jalgaon ging es noch 50 km / ca 2 Stunden weiter mit dem Bus nach Fadapur, wo wir im Padmapanipark Hotel ein Zimmer für 660 Rs. / 9 Euro im voraus gebucht und mit Kreditkarte bezahlt hatten. Wir waren in einem Dorf wie im Mittelalter gelandet - weit und breit kein Wlan, von einem Geldautomaten ganz zu schweigen.
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag die Ajanta- und Ellorahöhlen besuchen. Der Eintritt von gesamt 2.000 Rs. / ca. 28 Euro für uns beide war uns jedoch auf Grund der brenzligen Finanzsituation zu hoch. Also sind wir mit dem Bus 100 km / 4 Stunden weiter nach Aurangabad. Hier wollten wir uns zunächst eine Bleibe suchen, wurden jedoch von allen Hotels abgewiesen - da sie keine Fremden aufnehmen - wie uns später jemand auf der Straße erklärte.
Ein Rikschafahrer fuhr uns dann zwei Stunden kreuz und quer durch den Ort, auf der Suche nach einer Unterkunft, in der "Fremde" (wir vermuten eher Andersgläubige) aufgenommen werden, wir mit Kreditkarte zahlen können und die unser Budget nicht utopisch übertrifft. Auch haben wir bei diversen Geldautomaten und Banken gehalten. Alle Mühen waren jedoch vergeblich. Am Ende waren wir so verzweifelt, dass wir beschlossen mit dem Nachtbus ca. 350 km / 7,5 Stunden nach Mumbai zu fahren, in der Hoffnung, dass in einer Großstadt die Situation besser ist. Die Tickets (1.340 Rs./ 19 Euro) konnten wir Gottseidank mit Kreditkarte bezahlen...


Noch guter Dinge im Nachtbus nach Mumbai

... auch das Silvermoon Hotel war schon im voraus für drei Nächte gebucht und bezahlt (3.680 Rs./ 51 Euro).

Bei unserer Ankunft erfuhren wir jedoch von der ausweglosen Lage: Kein Geld am Automaten! Mit Pass und Kreditkarte hatten wir es schon bei zig Bankschaltern versucht - zuletzt auch bei der DEUTSCHEN Bank, bei der übrigens ein DEUTSCHES Pärchen gefragt wurde, ob sie überhaupt ein Konto bei der DEUTSCHEN Bank haben, als sie 10!!! Euro in Rupien tauschen wollten.

Da uns niemand sagen kann, wann die Situation besser wird und wir die nächsten Tage und Wochen nicht mit der Suche nach gefüllten Geldautomaten oder dem stundenlangen Warten davor - verbringen möchten - haben wir uns heute schweren Herzens entschlossen, Indien nach nur sieben Wochen statt der geplanten 3-4 Monate auf halber Strecke zu verlassen. Unser Flug geht schon morgen Nacht...



Gateway von India (links) und Taj Palace, Mumbai








Montag, 14. November 2016

Pushkar Mela - Camel Fair

Wir haben eine Entscheidung getroffen! Und so hieß es letzten Montag: Ab in den Bus und 300 km / 6 Stunden zurück nach Pushkar. Das Mayur Guesthouse hatte noch einigermaßen bezahlbare Zimmer frei. Wir haben für 6 Nächte (in drei verschiedenen Zimmern) 6.100 Rs. / 84 Euro bezahlt. Vom 13.-15. November hatten wir ja bereits weit im voraus das Hotel Diamond für 1.400 Rs./ 18 Euro) gebucht.
Auf der Pushkar Fair werden rund 50.000 Kamele, Pferde und Rinder gehandelt, sie wird von ca. 80.000 Indern und 60.000 Touristen aus aller Welt besucht. In diesem Jahr dauert sie vom 8.-14. November. Wir sind also gerade rechtzeitig zum Start angekommen.









Camel-Friseur


Camel-Taxi


Auf dem Messegelände gibt es zahlreiche Verkaufs-/ Essenstände und Karussells. Tagsüber finden hier Wettbewerbe wie "Schnurrbart-Contest", "Turbanwickeln" oder Cricket statt. Abends gibt es Voice of Pushkar und andere Konzerte.






Am Mittwoch erfuhren wir beim Frühstück, dass die 500er und 1000er Rupie-Scheine nicht mehr angenommen werden dürfen. Wir waren am Abend zuvor beim Geldautomaten...






Was tun? Vor den Banken bildeten sich lange Schlangen....






Also anstellen, stundenlang warten und die Scheine umtauschen oder Shops und Restaurants finden, die die alten Scheine noch annehmen. Wie zum Beispiel der berühmte



Cosmic Baba,


bei dem wir uns die World's Greatest Head Massage gegönnt haben. Schaut Euch bitte hier mal seine Youtube-Videos  an.

Zeitgleich zur Camel-Fair findet auch die große Pushkar Mela, eine der größten hinduistischen Wallfahrten statt.






Ziel der Pilger ist der heilige Pushkar See. Nach hinduistischem Glauben wird jeder, der in den letzen fünf Tagen vor dem Vollmond im November ein Bad in diesem See nimmt von allen Sünden befreit.









Ganz schön viel Aufregung in einer Woche. Morgen geht's spannend weiter. 20 Stunden Zugfahrt - sofern wir mitgenommen werden, stehen auf  den Wartelisteplätzen 12 und 13. Und wir haben kaum noch Geld, hoffentlich werden die Automaten heute Nacht aufgefüllt...

Freitag, 11. November 2016

Udaipur

Von Jodhpur ging es am 2. November morgens um sieben mit dem Bus ins
290 km / 7 Stunden entfernte Udaipur. Die Stadt zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Indiens, was die Unterkunftssuche während der Ferien nicht gerade einfach machte.






Wir haben jedoch für die erste Nacht im Backpacker Panda ein Stockbett im gemischten 8er-Schlafsaal zum Preis von 700 Rs/ 9,50 Euro ergattert.



Backpacker Panda




gemischter 8er Schlafsaal


Leider haben wir wegen eines brutal schnarchenden Mitbewohners nicht besonders gut geschlafen und uns deshalb am nächsten Morgen eine andere Bleibe gesucht. Im  Hotel Kesar Palace wurden wir zum selben Preis in einem sehr sauberes Zimmer im Nebengebäude bei Verwandten des Besitzers untergebracht.

Weil uns Udaipur so gut gefällt und wir uns in unserer Gastfamilie sehr wohl fühlen, sind wir fast eine  Woche hier geblieben.






Udaipur die weiße Stadt oder wegen der Seen in der Innenstadt auch das Venedig Indiens genannt






City Palace


Vor dem berühmten Lake Palace, (James Bond Octopussy 1983)


Plausch unter Frauen


Fachgespräch unter Männern


Leckerli für die armen Straßenhunde


Nun müssen wir eine Entscheidung treffen: Entweder zurück zum Kamelmarkt nach Pushkar, wo wir uns schon im voraus ein Zimmer vom 13.-15. November gesichert haben und viel zu früh dran sind oder weiter in den Süden. Wie wir uns entschieden haben, erfahrt Ihr bald....


Sonntag, 6. November 2016

Jodhpur

Da unsere Honeymoon Suite ab dem 31. Oktober neu vermietet war, bedeutete Diwali = Lichter-/ gleichzeitig auch Abschiedsfest. Diwali ist eine Mischung aus Weihnachten und Silvester. Alle haben sich schick gemacht, Lichterketten aufgehängt und vor den Häusern kleine Öllampen aufgestellt. Abends gab es großes Feuerwerk und  Böllerei bis in die Morgenstunden. Nachteil der tagelangen Festlichkeiten: Leere Geldautomaten und Probleme bei der Weiterreise, da kaum Züge und Busse fuhren. Trotzdem ist es uns gelungen, mit dem Bus ins 290 km / 5 1/2 Stunden entfernte Jodhpur zu gelangen.
Als wir in unserer gebuchten Unterkunft ankamen, waren wir entsetzt. Das Zimmer ohne Fenster, die Bettwäsche schmutzig, vom Bad ganz zu schweigen. Wir haben uns sofort beim Besitzer beschwert und er schickte uns ins Bhavyam Heritage Guesthousedas einem Verwandten von ihm gehört. Wir zahlten für ein ebenfalls fensterloses, aber tiptop sauberes Zimmer 700 Rs. (ca. 10 Euro) pro Nacht. Natürlich sind wir von unserer letzten Unterkunft in Jaisalmer extrem verwöhnt und werden etwas Vergleichbares wohl nicht mehr finden.

Am nächsten Morgen wollten wir das Meherangarh Fort besichtigen. Jedoch herrschte hier wegen der Diwali-Ferien ein riesiger Andrang,...



Meherangarh Fort

... genauso wie beim Uhmaid-Bhavam-Palast, der das größte Gebäude der Welt sein soll, das sich in privater Hand befindet. Er besteht zum größten Teil aus einem 5-Sterne-Hotel, einem Museum und dient der adeligen Familie als Wohnbereich.



Uhmaid-Bhavam-Palast


Ganz in der Nähe des Clock Towers, dem Wahrzeichen von Jodhpur...



Clock Tower


befindet sich der berühmte Omelette Shop. Hier werden seit seiner Erwähnung im Lonely Planet 2001 in der Hochsaison bis zu 5.000 Eier täglich zu köstlichen Omeletts (Preis 45 Rs. / 60 Cent) verarbeitet.



Der berühmte Omelette Man


Jodhpur wird auch die blaue Stadt genannt. Traditionell kennzeichnete die Farbe blau die Zugehörigkeit der Bewohner zur Kaste der Brachmanen. Heute haben auch nicht Brachmanen diesen Brauch übernommen.












Jodhpur ist nach Jaipur die zweitgrößte Stadt Rajasthans. Für unseren Geschmack etwas zu groß, weshalb wir "schon" nach zwei Tagen weitergereist sind...





Dienstag, 1. November 2016

Reisekosten Indien

Ausgaben 7 Wochen Indien:

Essen und Trinken: 50.363 Rs./ 695 Euro / 14 Euro täglich
Wir haben hauptsächlich in günstigen Restaurants und an Straßenständen gegessen und uns das ein oder andere Kingfisher (160-500 Rs./ 2,20-6,90 Euro dieser saftige Preis war im Cafe Leopold, Mumbai) gegönnt.






Übernachtung: 32.514 Rs./ 448 Euro / 9 Euro täglich
Wir haben in 19 verschieden Betten (die Nacht zwischen 350 und 1.325 Rs./ 5-18 Euro), 3 Nächte im Zug, eine Nacht im Bus und eine unter freiem Himmel verbracht



Unser Zimmer in Bundi


Verkehrsmittel: 17.595 Rs./ 242 Euro / 5 Euro täglich
Wir haben ca. 5.150 km mit Zug und Bus zurückgelegt und vor Ort unzählige Tuk Tuks genutzt






Eintritt, Touren, Ausflüge: 6.325 Rs./ 86 Euro / knapp 3 Euro täglich
Wir haben eine unvergessliche Kamelsafari mit Übernachtung in der Wüste gemacht (40 Euro) und verschiedene Forts und Paläste besichtigt






Persönlich: 6.933 Rs./  96 Euro / 2 Euro täglich
Hierzu zählen wir kleine Spenden an Bedürftige (gut für's Karma), Drogerie, Reinigung usw.

Gesamt: 114.580 Rs./ 1.580 Euro / 32 Euro = 16 Euro pro Person täglich.

Hinzu kommt das 6-Monats-Visum, 60 Euro pro Person - das haben wir schon in Deutschland beantragt und bezahlt

Sehr hilfreich für unsere Kostenübersicht ist die App "Finances" sowie unser Reisekonto bei der Number26.

Freitag, 28. Oktober 2016

Jaisalmer

Am Sonntag ging es mit dem Bus von Pushkar - mit Umsteigen in Nagour - nach Bikaner (255 km, ca. 5 h).  Hier hatten wir uns für zwei Nächte im Shanti House einquartiert. Doch leider waren wir sehr enttäuscht, sowohl von der Unterkunft, als auch von Bikaner selbst. Außer einem riesigen Fort gab es nichts, außer Lärm und Schmutz. Wir hatten das erste mal Probleme, einen Ort zu finden, wo es etwas zu essen gibt und die Menschen waren auch irgendwie komisch.
Also haben wir gleich am nächsten Tag fluchtartig mit der erstbesten Möglichkeit (Bus um 15 Uhr, 200 Rs./ 2,70 Euro) die Stadt verlassen.
Es ging ins 317 km entfernte Jaisalmer, wo wir um 21.30 Uhr ankamen und bereits von Padam, dem freundlichen Besitzer des Surya Paying Guesthouse erwartet wurden. Die spontane Umbuchung auf einen Tag früher hatte geklappt und wir waren überglücklich. Zur Abwechslung wohnen wir hier IN einem Fort. Das dürfen außer uns nur die beiden angesehensten Kasten in Indien (Brahmanen und Rajputen). Wir fühlen uns hier extremst wohl und haben schon zweimal verlängert. Wir bezahlen für die Honeymoon-Suite inklusive Kama Sutra Balcony unglaubliche 350 Rs. = 4,80 Euro pro Nacht!



"Unser" Wohnzimmer


Ausblick vom Wohnzimmerbalkon


Jaisalmer wird auch als die goldene Stadt bezeichnet, weil sie aus Sandstein erbaut wurde und in der Sonne golden glänzt, außerdem ist sie sehr sauber und ruhig!



In der Bildmitte unserer Wohnzimmerbalkon


Am 26. Oktober haben wir Sigis Geburtstag gefeiert. Zuerst gab es tibetisches Abendessen bei Sonnenuntergang...






Anschließend waren wir im Bhang Shop. Nur hier gibt es völlig legal eine spezielle Lassi, die mit Marihuana zubereitet wird. Sie schmeckt zwar köstlich, ihre Wirkung war aber genauso harmlos wie sie aussieht...



Bhang Lassi


Eigentlich hatten wir zum Geburtstag bei Padam eine Safari gebucht, die wir aber um einen Tag verschoben haben, weil wir uns lieber einer kleinen Gruppe (außer uns noch 4 weitere Personen) anschließen wollten. Der Preis beträgt 1.500 Rs./ ca. 21 Euro pro Person.
Erst fuhren wir ca. 40 km mit dem Jeep in die Wüste Thar...



Beim blauen Punkt war unser Übernachtungscamp


Dann hieß es: Turban auf...



Maharadscha und Maharani


... und ab auf' 's Kamel, was in Wirklichkeit ein Dromedar ist.






Harkha (links) und Kheta (rechts) bei der Abendessenszubereitung


Unser Bett auf Sand unter freiem Sternenhimmel


Sonnenaufgang in der Wüste...

und nach dem Frühstück ging's dann zurück...








Eine Kamelsafari gehört zu den großen Attraktionen in Rajasthan und ist mit Sicherheit eines der unvergesslichsten, Abenteuer Indiens. Außerdem haben wir die optimale Zeit erwischt: Die Hitze tagsüber ist erträglich und die Nacht im Freien war  gerade kalt genug, um Skorpione und Kobras in den Winterschlaf zu schicken...


Samstag, 22. Oktober 2016

Pushkar

Von Bundi ging es mit Umsteigen in Ajmer ins 190 km (ca. 5 Stunden) entfernte Pushkar.
Unsere Unterkunft Radhika Palace wurde uns im Sawan Cafe empfohlen und wir haben über booking.com  2 Nächte zum Schnäppchenpreis von 17 statt 55 Euro gebucht. Es gibt sogar ein Pool.

Pushkar ist für die Hindus einer der heiligsten Orte in Indien. Es gibt über 400 Tempel und um den See 52 Ghats. Hier lassen sich die Pilger segnen und waschen sich von ihren Sünden rein.












Gestern sind wir zum Sonnenuntergang ungefähr eine halbe Stunde zum Papmochani mata, auf einem Hügel stehenden Tempel, gewandert und wurden mit diesem traumhaften Ausblick belohnt








Weil es uns hier so gut gefällt, haben wir verlängert und bummeln gerne durch die verwinkelten Gassen mit unzähligen Shops und Restaurants...